Bücher

Bücher lesen heißt, wandern gehen in ferne Welten, aus den Stuben über die Sterne.
-
Jean Paul

Samstag, 11. Februar 2017

[Rezension] Katie Agnew - Die Perlenfrauen

Kurzbeschreibung:
"Zu ihrem 18. Geburtstag bekam die Schauspielerin Tilly Beaumont 1947 eine atemberaubend schöne Halskette geschenkt. Das Schmuckstück begleitete sie ihr Leben lang - bis es auf einmal spurlos verschwand. Jahre später bittet Tilly ihre Enkelin Sophia, die Kette zu finden. Sophia hat erkannt, dass man mit gutem Aussehen allein keine Rechnungen bezahlen kann. Die wertvolle Perlenkette könnte nun einige ihrer Probleme lösen. Doch wie soll Sophia ein Erbstück finden, das sie noch nie gesehen hat?"

Fazit:
Weder der Klappentext noch irgendeine andere Beschreibung könnte dem Inhalt von Katie Agnews "Die Perlenfrauen" gerecht werden. Denn in wenigen Worten lassen sich weder die Geschehnisse über 60 Jahre hinweg, noch die einzelnen Charaktere, die bestimmend für die Geschichte sind, auch nur annähernd beschreiben.

Die Perlenkette, die Tilly von ihrem Vater bekommt, ist das Bindeglied zwischen den Beaumontfrauen Tilly, Alice und Sophia; Aiko, der Tochter der Perlentaucherin Manami, die in den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts genau diese Perlen aus dem Meer holt, um ihrer Tochter ein Leben in Freiheit zu ermöglichen, was Aiko später auch mutig in die Tat umsetzt und dem Amerikaner Dominik, einem Dokumentarfilmer, der kürzlich von seiner Frau verlassen wurde.

In weiten Teilen werden die Handlungsstränge einzeln erzählt - zusammen finden sie erst gegen Ende des Buches. Die einzelnen Charaktere sind alle sehr bildhaft und authentisch aufgebaut, sodass der Leser ihrer aller Leben in vielen Einzelheiten mitverfolgt, was den Inhalt der Geschichte sehr gehaltvoll macht.

Der Lesefluss ist hervorragend und die mehr als 500 Seiten sind auch vonnöten, um jedem einzelnen Charakter gerecht zu werden, was Katie Agnew in bewundernswerter Weise gelingt.

"Die Perlenfrauen" ist ein Roman, der ganze Lebensgeschichten erzählt und dies auf mitreißende, mitfühlende und unterhaltsame Weise - ein Buch, das auch nach dem Lesen noch im Gedächtnis bleibt.

Katie Agnew
"Die Perlenfrauen"
ISBN: 978-3-453-42029-8
erschienen bei Heyne

Sonntag, 5. Februar 2017

[Rezension] Nora Roberts - Sternenfunken

Kurzbeschreibung:
"Die schöne Annika hat eine ganz besondere Verbindung zum Meer, von dort stammt sie, und dorthin muss sie wieder zurückkehren. Doch vorher hat sie noch einen Auftrag: Zusammen mit fünf anderen Auserwählten muss sie auf die Insel Capri reisen, um den Stern des Wassers vor einem gefährlichen Gegenspieler zu retten. Die abenteuerliche Suche und eine Gefangenschaft bringen Annika dem attraktiven, aber geheimnisvollen Sawyer näher. Ihre Zuneigung lässt sich nicht lange verleugnen, doch ihrer Liebe stehen Zweifel und Tabus im Wege. Werden die beiden der Gefahr trotzen und ihre Beziehung retten können?"

Fazit:
"Sternenfunken" ist nach "Sternenregen" der zweite Teil der "Stern"-Trilogie. Zum besseren Verständnis sollte man am Anfang der Reihe beginnen, aber auch ohne Vorkenntniss sollte sich dem Leser im Verlauf des Buches alles relevante erschließen.

Nach Korfu befinden sich unsere sechs Auserwählten nun auf Capri, wo sie es neben Nerezza, der Inkarnation des Bösen, auch mit ihrem fiesen Handlanger zu tun bekommen. Der Lesefluss ist gewohnt gut, der Leser bekommt Unterhaltung, Abwechslung und Spannung. Zwischendurch wird Nora Roberts sogar richtiggehend brutal, was mir bei ihr tatsächlich zum ersten Mal begegnet ist.

"Sternenfunken" ist sicher nicht einer der tiefgründigeren Romane von Nora Roberts und man sollte keine Probleme mit übernatürlichen Wesen und Eigenschaften haben, dann bietet das Buch aber jede Menge Unterhaltung.

Nora Roberts
"Sternenfunken"
ISBN: 978-3-7341-0340-7
erschienen bei blanvalet

Samstag, 4. Februar 2017

[Rezension] Sarina Bowen - Kalte Nächte - Warme Herzen [ebook]

Kurzbeschreibung:
"Ski Champion Dane "Danger" Hollister geht keine Beziehungen ein, seine Gründe dafür hält er allerdings geheim. Der Fluch, den er von seiner Mutter geerbt hat, wird ihn irgendwann alles kosten: Seinen Platz im olympischen Ski Team, seine Sponsoren und seine Fähigkeit, in Höchstgeschwindigkeit einen Berg runter zu rasen.

Country Girl wider Willen, Willow Reade, trifft Dane durch puren Zufall. Ihr ins Schleudern geratener Pick-up Truck drängt ihn während eines Schneesturms von der Straße. Während sie gemeinsam über Nacht in seinem Jeep gestrandet sind, kommen sich die beiden einsamsten Menschen in Vermont näher, als sie gedacht hätten.

Und doch kann keiner von beiden absehen, wie sehr ihr kleines Zusammentreffen nicht nur Danes erschreckendes Geheimnis gefährdet, sondern auch Willows vorläufigen Frieden, den sie mit sich und ihren Entscheidungen geschlossen hat. Nur gegenseitiges Vertrauen und Verstehen kann ihren Schmerz beenden und ihnen eine hart erkämpfte Chance auf Liebe bringen."

Fazit:
Das ist das erste Buch der Autorin, das ich gelesen habe, entsprechend gespannt war ich. Und bereits nach wenigen Seiten war mir klar, dass ich meine Entscheidung für das Buch nicht bereuen würde.

Der Leser landet direkt mitten im Geschehen und im Leben von Willow und Dane. Die Handlung wird wechselweise aus beiden Perspektiven erzählt, wodurch der Leser im Gegensatz zu den liebenswerten Protagonisten den Durchblick hat. Die Charaktere sind sehr menschlich angelegt: Willow ist ein liebenswerter Pechvogel, der ihr schnell zu begeisterndes Herz nur Ärger eingebracht hat und Dane ist ein vom Leben zynisch gewordener Mensch, der sein Leben außerhalb des Ski-Zirkusses komplett für sich behält.

Der Lesefluss ist sehr gut, die etwa 240 Seiten lassen sich problemlos am Stück lesen, ohne dass es langweilig wird. Das Ende der Geschichte ist natürlich absehbar, aber genau das ist ja das Schöne an Liebesromanen: egal welchen Widrigkeiten die Protagonisten sich gegenüber sehen, am Ende wird alles gut.

Zwischenzeitlich wird es sogar ziemlich heiß im kalten Vermont und mir ist positiv aufgefallen, dass der Roman inklusive der erotischeren Szenen kein bißchen "platt" formuliert ist. Denn das ist leider oft die Krux bei Romanen, bei denen der Leser die Charaktere auch in verfänglicheren Situationen erlebt: gerade diese sind oft so banal geschildert, als wäre man mitten in einer Seifenoper. Ob wir es der Autorin, dem Übersetzer oder beiden zu verdanken haben, weiß ich nicht, aber "Kalte Nächte - Warme Herzen" ist in dieser Beziehung durchweg harmonisch.

Ein Liebesroman, der den Leser unterhält und mitnimmt, der zu Herzen geht und gleichzeitig amüsiert - ich freue mich bereits auf weiteren Lesestoff von Sarina Bowen.

Sarina Bowen
"Kalte Nächte - Warme Herzen"

Sonntag, 29. Januar 2017

[Rezension] Clarissa Linden - Unsere Hälfte des Himmels

Kurzbeschreibung:
"Deutschland in den 30er Jahren: Johanna und Amelie sind unzertrennliche Freundinnen, die eine gemeinsame Sehnsucht verbindet: Sie wollen Pilotinnen werden. Doch dieser Traum scheint im Deutschland der Nazizeit unmöglich zu sein. Trotzdem halten beide an ihm fest, bis Amelie sich in Johannas Fluglehrer verliebt - eine Liebe, die in einem folgenschweren Verrat gipfelt.

40 Jahre später: Amelies Tochter Lieselotte, die zu ihrer Mutter eine sehr distanzierte Beziehung hatte, wird plötzlich mit deren Vergangenheit konfrontiert. Allmählich lernt sie eine Amelie kennen, die sie hinter der kühlen Fassade niemals vermutet hätte - und ihr wird klar, dass diese Erfahrung ihr eigenes Leben verändern wird."

Fazit:
Der Roman wird in zwei Handlungssträngen erzählt: Zum einen befindet sich der Leser mit Lieselotte Anfang der 70er Jahre des letzten Jahrhunderts, deren Alltag recht trostlos ist: gefangen in einer unglücklichen Ehe, in die sie vor der Distanziertheit ihrer Mutter geflüchtet ist. Dann bekommt sie auch noch die Hiobsbotschaft, dass ihre Mutter nach einem Autounfall im Koma liegt.

Ich hatte anfangs meine liebe Mühe mit Lieselotte, wahrscheinlich, weil ihr eigenes Wesen und ihr Weltbild mir selbst fremd sind. Aber sehr gut gefallen hat mir die Entwicklung, die Lieselotte im Verlauf des Geschehens gemacht hat und das, ohne sich selbst zu verbiegen.

Zum anderen lernen wir Amelie, Lieselottes Mutter, und deren beste Freundin Johanna in den 30er Jahren zu Beginn der Nazizeit kennen. Beide getrieben von ihrem Traum, dem Fliegen. Die Charaktere sind auch in diesem Handlungsstrang vielschichtig und authentisch charakterisiert. Die Geschichte um Freundschaft, Liebe und Verrat ist mitreißend, wenn auch recht vorhersehbar aufgebaut.

Diese Vorhersehbarkeit stört aber in keiner Weise, was an verschiedenen Faktoren liegt: Die Geschichte der ersten Fliegerinnen, generell die Geschichte des Fliegens und des Segelfliegens, die eine wichtige, wenn nicht die wichtigste Rolle spielt, ist derart interessant, dass Amelie und Johanna diese zwar an den Leser herantragen, aber gleichzeitig nur ein Teil davon sind.

Des weiteren gefällt mir die Authentizität beider Zeiten, wie sie von der Autorin transportiert werden. Durch Kleinigkeiten wie zeitgemäße Getränke, Mode bis hin zum Zeitgeschehen, versetzt Clarissa Linden den Leser abwechselnd in beide Zeiten, ohne dass es gewollt oder gestellt wirkt.

Dass der Lesefluss entsprechend gut ist, braucht eigentlich nicht extra erwähnt werden.

"Unsere Hälfte des Himmels" befasst sich mit einem Phänomen, den "Himmelsstürmerinnen", dem ich vorher noch nie Aufmerksamkeit gewidmet habe und von dem ich auch nicht erwartet hätte, dass es derart interessant war bzw. vermittelt werden kann. Ich kann nur erahnen, wieviel Recherchearbeit dahinter steht.

Clarissa Linden
"Unsere Hälfte des Himmels"
ISBN: 978-3-426-51901-1
erschienen bei Knaur


Sonntag, 22. Januar 2017

[Rezension] Jenny Milewski - Angstmädchen

Kurzbeschreibung:
"Die junge Malin zieht in ein Studentenwohnheim. Zu ihrer großen Freude bekommt sie das einzige Zimmer, das über eine Badewanne verfügt. Doch dann erfährt sie, dass sich darin ein Mädchen namens Yuko die Pulsadern aufgeschnitten hat. Kurz darauf findet Malin Haarbüschel, die nicht von ihr stammen können, und als sie eines Nachts eine blasse Gestalt sieht, wird ihr klar, dass etwas Unheimliches in ihr Leben getreten ist. Etwas, das auf sie wartet - wo immer sie hingeht..."

Fazit:
Die Geschichte beginnt mit vielen Fragezeichen, da der Prolog eher einem Ende als einem Anfang gleicht. Und das stimmt auch, denn die Handlung zeigt auf, warum Malin am Ende der Geschichte dort hingelangt, wo wir sie am Anfang treffen.

Man kommt gut in die Geschichte hinein und anfangs gleicht sie mehr einem unterhaltsamen Roman als einem Thriller, ist aber durchweg interessant geschrieben. Gut gefallen hat mir, dass die Autorin wichtige Puzzleteile, die zum Verständnis des Gesamtkontexes notwendig sind, wie nebenbei einstreut. Auch positiv fand ich die japanische Mythologie, die hier zum Zuge kommt und in Ansätzen erklärt wird.

Generell ist der Lesefluss gut, es wird nicht langweilig, was anfangs daherrührt, dass man auf das, was im Klappentext angekündigt wird, wartet und später, dass man wissen will, wie es weiter geht. Die unterschiedlichen Charaktere sind nachvollziehbar, wenn auch meist recht oberflächlich angelegt.

Enttäuscht hat mich allerdings der paranormale Part. "Jenny Milewski schreibt im Geist von Stephen King" hat eine Zeitung geschrieben. Es mag entsprechend an meiner Erwartungshaltung gelegen haben, aber bei Stephen King kommt der Punkt, wo man beinahe angstvoll die Seiten umblättert und gleichzeitig gar nicht anders kann, als weiterzulesen, obwohl man weiß, dass das Grauen einen weiter umfangen halten wird. Genau diesen Punkt konnte die Autorin bei mir nicht erreichen. Ja, es ist furchtbar, was im Wohnheim vor sich geht, aber ich habe mich einfach nicht gegruselt! Und genau das habe ich gewollt und erwartet - es war eher ein "versucht und gewollt" als ein "gekonnt", was ich sehr schade fand.

Jenny Milewski
"Angstmädchen"
ISBN: 978-3-453-43880-4
erschienen im Heyne Verlag

[Rezension] J. R. Ward - Bourbon Kings

Kurzbeschreibung:
"Seit Generationen geben die Bradfords in Kentucky den Ton an. Der Handel mit Bourbon hat der Familie großen Reichtum und hohes Ansehen eingebracht. Doch als Tulane, der verlorene Sohn und Erbe des Imperiums, nach zwei Jahren des selbstauferlegten Exils auf das Familienanwesen Easterly zurückkehrt, droht die glänzende Fassade zu zerbrechen. Geplatzte Träume und die unerfüllte Liebe zu der Angestellten Lizzie King hatten ihn damals in die Flucht getrieben. Jetzt ist Lane wieder da - und mit ihm die Vergangenheit. Seine Rückkehr wird an niemandem spurlos vorübergehen: nicht an Lizzie, die ihr Herz um jeden Preis schützen will, nicht an Lanes schöner und eiskalter Ehefrau oder seinem älteren Bruder, dessen Zorn und Verbitterung keine Grenzen kennen. Und schon gar nicht an dem strengen Bradford-Patriarchen, einem Mann mit wenig Moral, noch weniger Skrupeln und vielen dunklen Geheimnissen. Während die Spannungen in der Familie wachsen, wird klar, dass sich das Leben auf Easterly für immer ändern wird..."

Fazit:
Bisher kannte ich von J. R. Ward nur die "Black Dagger"-Reihe. Da mich diese aber stets aufs Neue begeistert, war ich gespannt, ob der Autorin dies auch mit einer anderen Geschichte in einem ganz anderen Genre gelingen würde.

Wobei - so unterschiedlich sind sich die Welten gar nicht. Natürlich, die Black Dagger sind Vampire, ihre Welt im Urban Fantasy, während die Bradfords in Kentucky nur allzu real erscheinen. Aber das, was die Fazination der einen Reihe ausmacht, findet sich ebenso in "Bourbon Kings": ausgefeilte Charaktere, nur allzu menschlich, nicht nur im Guten, sondern vor allem auch im Bösen; eine Familie bzw. ein Clan, die eine eigene nach außen geschlossenen Gemeinschaft darstellen, ob gewollt oder ungewollt; jede Menge Intrigen und Unwägbarkeiten, die die Handlung abwechslungsreich und unberechnbar machen.

Lane und Lizzie, unsere Hauptprotagonisten, sind klare Sympathieträger. Dies gilt ebenso für Lanes großen, verbitterten Bruder und zumindest in weiten Teilen auch für die kleine Schwester. Dem gegenüber stehen die "Bösen", in diesem Fall der Familienpatriarch, der nur seine eigenen Ziele verfolgt und dafür über Leichen geht und auch Lanes Frau, die mit allen Mitteln versucht, ihren Kopf durchzusetzen.

Ein Lesefluss ist eigentlich nicht vorhanden, viel mehr ein Lesesog, dem man nicht entrinnen kann und die Zeit bis zur letzten Seite in gespannter Erwartung auf alles, was folgt, in Kentucky verbringt. Nach Beendigung des Buches bleibt einem nichts weiter übrig, als auf den Sommer zu warten, wenn mit "Bourbon Sins" der zweite Teil der Reihe erscheinen wird.

J. R. Ward
"Bourbon Kings"
ISBN: 978-3-7363-0322-5
erschienen bei Lyx

Dienstag, 17. Januar 2017

[Rezension] Jilliane Hoffman - Insomnia

Kurzbeschreibung:
"Verstört und mit Schnittwunden übersät taumelt Mallory Knight in eine Biker-Bar in Süd-Florida. Zwei Tage lang war die 17-jährige Schülerin spurlos verschwunden. Sie behauptet, dem "Hammermann" entkommen zu sein, einem Serienkiller, der bereits über ein Dutzend Teenagermädchen entführt und mit seinen schrecklichen Werkzeugen zu Tode gequält hat. Aber als Special Agent Bobby Dees Mallory befragt, verstrickt sie sich in Widersprüche. Kurz darauf wird ein weiteres Mädchen vermisst, und Mallory muss erkennen, dass ihre Aussage fatale Folgen hat..."

Fazit:
Ich kann mir vorstellen, dass es auch eine Art Fluch ist, wenn das erste Buch, das man als Autor herausbringt, die Leser derart fesselt, dass das Buch noch Jahre später genannt wird, wird man gefragt, welchen Thriller man unbedingt gelesen haben muss... von mir zumindest kommt dann regelmäßig "Cupido" als Antwort. Und bei jedem nachfolgenden Buch von Jilliane Hoffman habe ich gehofft, dass es mich noch einmal genauso packt und begeistert wie "Cupido". Bisher hat das leider nie geklappt.

Bei "Insomnia" treffen wir wieder mit Bobby Dees zusammen, dem Ermittler aus "Mädchenfänger", den ich schon damals sehr mochte und daran ändert sich auch in diesem Buch nichts. Bobby Dees ist ein starker Charakter, der eindeutig die Handlung des Buches mitträgt.

Der Lesefluss ist insgesamt sehr gut und ich war bereits nach wenigen Seiten mitten im Geschehen. Anfangs ist das Buch eher interessant als spannend, aber so ein Spannungsbogen will auch erst einmal aufgebaut werden - Langeweile kommt in keinem Fall auf. Im weiteren Verlauf entsteht dann genau die Spannung, die ich mir erhofft hatte! Beinahe atmenlos blättert man die Seiten um.

Leider kommt "Insomnia" meiner Meinung nach dennoch nicht an "Cupido" heran, denn die Auflösung des Ganzen liegt doch zu sehr auf der Hand, was mir das Ende durchaus etwas verleidet hat.

Nichts desto trotz ist "Insomnia" eine lesenswerter, spannender, unterhaltsamer Thriller!

Jilliane Hoffman
"Insomnia"
ISBN: 978-3-8052-5071-9
erschienen im Wunderlich Verlag